Der Taxi- und Mietwagenverband Deutschland (TMV) beobachtet die Entwicklung des Mietwagenmarktes im Berliner Umland mit tiefster Sorge. Ein aktuelles Statement des Berliner Abgeordneten Tino Schopf sowie eine neue parlamentarische Anfrage der Brandenburger Landtagsabgeordneten Martina Maxi Schmidt offenbaren ein behördliches Staatsversagen im Landkreis Teltow-Fläming.
Innerhalb von nur sechs Monaten explodierte dort die Zahl der genehmigten Mietwagen um 771 Neuzulassungen auf einen historischen Höchststand von 2.128 Fahrzeugen.
Zum Vergleich: In ganz Berlin – mit rund 3,8 Millionen Einwohnern – waren im März 2026 lediglich 1.656 Mietwagen registriert. Teltow-Fläming zählt nur etwa 180.000 Einwohner, verfügt jedoch über einen weitaus größeren Fahrzeugbestand.
„Der Grund für diese absurde Schieflage ist kein plötzlicher Mobilitätsbedarf im ländlichen Raum, sondern schlichtweg die Flucht unseriöser Akteure aus Berlin“, erklärt TMV-Präsident Thomas Kroker.
Nachdem das Berliner Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) den Kontrolldruck verschärft und zahlreiche Konzessionen entzogen hat, weichen betrügerische Plattformflotten in das Brandenburger Umland aus.
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