Die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen sind nach dem Auslaufen des zweimonatigen Tankrabatts sprunghaft angestiegen. Für das deutsche Taxi- und Mietwagengewerbe bedeutet diese Entwicklung eine enorme finanzielle Mehrbelastung, die viele Betriebe an den Rand der Existenz drängt. Der Taxi- und Mietwagenverband Deutschland e.V. sieht sich in seinen früheren Warnungen bestätigt und fordert von der Bundespolitik nun endgültig die Abkehr von kurzfristigen Scheinlösungen.
Nach aktuellen Daten des ADAC verteuerte sich ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel zum Stichtag um gut 18 Cent auf durchschnittlich 2,15 Euro. Bei Diesel betrug der Aufschlag sogar gut 20 Cent auf im Schnitt 2,11 Euro. Die Mineralölkonzerne haben die Preise damit sprunghaft angehoben. Für Taxi- und Mietwagenunternehmen, deren Flotten monatlich tausende Kilometer zurücklegen, treibt dies die laufenden Betriebskosten massiv in die Höhe. Da Kraftstoffkosten bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten eines Mobilitätsbetriebs ausmachen, führt das Ende des Rabatts zu einer unmittelbaren Erhöhung der Betriebskosten um schlagartig 10 bis 15 Prozent – eine Belastung, die aus den laufenden Einnahmen nicht mehr zu decken ist.
Der Verband hatte bereits vor und während der Laufzeit des Tankrabatts wiederholt darauf hingewiesen, dass es sich dabei lediglich um eine befristete Kosmetik handelt. Das absehbare Ende der Maßnahme zeigt nun die bitteren Konsequenzen für die Branche: Die Betriebskosten schießen unkontrollierbar in die Höhe, während die Tarife im Taxiverkehr ortsgebunden im Rahmen von Tarifordnungen festgelegt und kurzfristig überhaupt nicht anpassbar sind.
„Das absehbare Ende des Tankrabatts hat die Befürchtungen unseres Gewerbes voll bestätigt“, erklärt TMV-Präsident Thomas Kroker. „Ein zeitlich begrenzter Rabatt war nie mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Was unsere Unternehmen jetzt brauchen, ist keine akute Krisenbeschwichtigung, sondern eine verlässliche, langfristige Entlastungsperspektive. Unsere Betriebe können die tagesaktuellen Preissprünge an den Zapfsäulen nicht einfach an die Kunden weitergeben.“
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