Die jüngsten Äußerungen von Bolt-Chef Markus Villig, der geltende Regulierungen als „Lobbyismus“ und „Bullshit“ abtut, verkennen die schwerwiegenden sozialen und rechtlichen Konsequenzen seines Geschäftsmodells. Als Vertretung des ordnungsgemäß konzessionierten Gewerbes stellen wir fest:
Erosion von Sozialstandards: Während Villig behauptet, sein Modell schaffe „produktive Arbeit“, belegen Ermittlungen des Zolls das Gegenteil: Fahrer arbeiten teils bis zu 250 Stunden im Monat für Pauschallöhne zwischen 500 und 1.500 Euro. Dies ist keine Innovation, sondern eine „organisierte Form der Schwarzarbeit“
Gefährdung der öffentlichen Sicherheit: Die Missachtung von Genehmigungspflichten (§ 2 PBefG) ist kein Kavaliersdelikt. In Berlin operierte zuletzt rund ein Drittel der Mietwagen illegal, also ohne Konzession oder mit gefälschten Papieren. Für Fahrgäste bedeutet dies ein massives Risiko, da bei illegalen Fahrzeugen oft kein ausreichender Versicherungsschutz besteht.
TMV-Präsident Thomas Kroker fasst als Fazit zusammen: „Echte unternehmerische Freiheit endet dort, wo die soziale Verantwortung gegenüber Fahrern und der Gesellschaft mit Füßen getreten wird. Wir fordern ein Ende der „raubritterhaften Gier“ und eine konsequente Durchsetzung der Rechtsstaatlichkeit, um faire Arbeitsbedingungen und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten“.
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